Raunächte - was Sie im Buch nicht finden werden, aber ebenso spannend ist

An dieser Stelle finden Sie Texte, die in meinem Buch: Raunächte – über Wünsche, Mythen und Bräuche, Märchen für Erwachsene" keinen Platz mehr fanden. Ergänzende Informationen oder Geschichten, die  erst nach Drucklegung den Weg zu mir fanden wurden teilweise zu neuem Material für das aktuell entstehende Buch Raunächte  - ein Kochlesebuch (s.o.)

Nachfolgend eine Leseprobe, eine Geschichte für den Tag nach den Raunächten, den 6. Jänner, an dem in unserer Zeit das Fest der "Heiligen Drei Könige" gefeiert wird.

Die Percht ist mit ihrer Wilden Jagd wieder in ihr Reich gezogen, das Treiben der Zeiten zwischen den Zeiten ist zu Ende, so wird es erzählt. In Österreich ist dieser Tag  ein Feiertag, kurze Ruhepause, bevor der Alltag wieder beginnt.

 

Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie dieses Märchen, vielleicht macht es Lust auf die 15 anderen, die im Buch zu den Raunächten zu lesen sind. Gerne können Sie es direkt bei mir bestellen, ich schicke es mit persönlicher Widmung zu. Erschienen im Goldeggverlag. € 19,95 zzgl. Versand  € 4,- (Inland), ISBN 978-3-902991-85-0

mehr zum Schnupper-Lesen, Zitate aus dem Buch -

Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. ©Isabella Farkasch

 

„Es waren genau 11 Tage und 12 Nächte, die sie nicht kontrollieren konnte. Wie eine Glucke suchte sie alljährlich die 12 wilden Gesellinnen – man nannte sie Rauhnächte - zu bändigen, doch jedes Jahr entwischten sie und trieben ihr Wesen fern von Gesetz und Anstand. Alljährlich musste sich die Zeit Moralapostel anhören, die sich beschwerten, dass das keine Art sei, dass so ein Beispiel die Jungen auf schlimme Gedanken bringen könne und was sich Kleinbürger sonst noch gern zusammenängstigen, wenn sie soliden Boden unter den Füßen zu verlieren glauben.“
Es waren dieselben, die immer an ihr herumnörgelten: dass sie früher viel besser gewesen sei, dass die Sitten verfielen, schneller als sie verging (als ob das ihre Schuld gewesen wäre!), dass auf sie kein Verlass sei, weil alles Mögliche mit ihr vergeht, und, obwohl sie unerbittlich verrann, sie mitunter einfach stillstand, die tickenden Uhren verhöhnend, die ihren Lauf abbildeten. (aus Als die Zeit beinahe am Ende gewesen wäre, Märchen zum 31. Dezember, 7. Raunacht)